Das Gespräch war für 1 ½ Stunden angesetzt. Nach einer freundlichen Begrüßung und einem kurzen Smalltalk begab ich mich in einen Besprechungsraum. Dort wurden detaillierte Fragen zu meinem Lebenslauf gestellt. An einer Stelle meines Lebenslaufs wurde intensiv nachgehakt, jedoch gab es Verwirrung über die Reihenfolge meiner Arbeitgeber. Besonders irritierte, dass meine Kündigung bei einem renommierten Arbeitgeber aus den USA vor Ablauf der Probezeit nicht nachvollzogen werden konnte. Obwohl ich die Entscheidung klar erklärte, wurde sie wiederholt hinterfragt. Dies führte zu einem Punkt, an dem ich mich unwohl fühlte.
Nach etwa 60 Minuten fragte ich mich, was ich noch dort zu suchen hatte, da mir das Gefühl vermittelt wurde, wenig ernst genommen zu werden. Anschließend ging es zu einem Kennenlernen des Teams über. Die Zeit verging, und nach fast zwei Stunden öffnete sich plötzlich die Tür und das Gespräch wurde abrupt beendet. Mir wurde gesagt, ich würde am Ende der Woche kontaktiert werden, doch eine Mitarbeiterin wies darauf hin, dass es bereits Donnerstag sei. Daraufhin wurde mir versichert, ich würde Anfang der nächsten Woche einen Anruf erhalten, um noch einmal über alles nachzudenken.
Trotz meiner langjährigen Erfahrung, sowohl guter als auch weniger guter, war dies eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen ich mich fast schon persönlich angegriffen fühlte. Zu meiner Überraschung erhielt ich nicht wie angekündigt einen Anruf von der Person, die das Gespräch geleitet hatte, sondern von einer anderen Mitarbeiterin. Mir wurde mitgeteilt, dass man sich für einen anderen Bewerber entschieden habe, der besser ins Team passen würde. Zum Abschluss wurde diese ohnehin unangenehme Erfahrung noch einmal verschärft. Dies war insgesamt eine sehr unschöne Erfahrung.