Das Telefonat mit der Dame von HR war angenehm, das Online-Assessment albern und nervig, aber okay.
Dann kamen die Interviews mit dem CEO und CTO.
Das Gespräch mit dem CEO war nett und es gibt nicht viel zu erzählen (oder kritisieren) - abgesehen davon, dass ihn meine Frage, wann sie das letzte mal etwas im Unternehmen auf Mitarbeiter-Feedback hin verändert hätten, wohl sehr unvorbereitet getroffen hat. Das beste, was ihm dazu einfiel, war, dass man die Kommunikation kritisiert habe und es seit dem ab und an Townhalls gebe. Wow. Dass auf Kununu gerate die Belegschaft ziemlich abkotzt, weil seit 1. Januar wieder fünf Tage im Büro angesagt sind, habe ich lieber nicht angesprochen.
Und dann kam der CTO. Mitarbeiter seit der ersten Stunde, seit über 15 Jahren im Unternehmen.
Ich, naiv wie ich war, dachte, dass es bei der Position als Head of Engineering um Teamführung, solide Architektur oder Management geht. Aber weit gefehlt. Er wollte nur von mir hören, wie geil ich KI finde. Seine einzigen "harten" Fragen waren, wie ich mich über KI auf dem Laufenden halte und welches neue Modell Anthropic vor zwei Wochen veröffentlicht hat. Weia.
Dann durfte ich meine Fragen stellen. Zuerst wollte ich wissen, ob er in den gut 15 Jahrem mal eine Architekturentscheidung revidieren musste. Nein, musste er nicht - war eigentlich immer alles richtig. Gigantisches Red Flag. 🚩
Dann fragte ich, wie sie denn im Unternehmen zu wichtigen Architekturentscheidungen kommen. Er hat danm was von Confluence-Seiten gestammelt. Den Begriff "ADR" hatte er noch nie gehört. Als CTO. 🤦🏻♂️
Ich denke, die IT muss sich noch deutlich professionalisieren. Da gibt es einige Hausaufgaben zu machen - blind dem KI-Hype hinterherlaufen scheint mit vielleicht nicht die beste Strategie zu sein.