Mein Bewerbungsverfahren bei Ikea eCommerce verlief zweistufig. In einem ersten 30-minütigen Telefoninterview wurde ich ganz klassisch zu meinem Lebenslauf sowie zu meinen Ambitionen bei Ikea zu arbeiten befragt. Das Gespräch war äußerst angenehm und innerhalb weniger Tage kam die Einladung zu einem 4-stündigen "Bewerbertag", an dem ich gemeinsam mit 2 weiteren Kandidaten getrennt voneinander von jeweils 5 Personen aus dem Team interviewt wurde. Die Gespräche waren nett und abwechslungsreich und beinhalteten einen Excel-Test sowie eine Case Study (beides kein Hexenwerk). Die Methode direkt schon Kollegen kennenzulernen, hat mich überzeugt und bis zu diesem Zeitpunkt war ich total begeistert von der Stelle und dem Unternehmen. Dementsprechend positiv habe ich den direkt im Anschluss gesendeten Fragebogen zum Candidate Experience Management beantwortet. Mir wurde zugesagt, dass sie sich zwischen den Jahren melden, was kein Mensch erwartet hätte und sie auch im Endeffekt nicht taten. Im neuen Jahr wurde dann zweimal versucht per Mail einen Termin für ein Interview-Feedback auszumachen, aber zu den vereinbarten Zeitpunkten meldete sich keiner. Per Mail kam dann wenige Tage später die Absage mit dem Kommentar, man hätte telefonisch versucht mich zu erreichen, was nicht stimmte. Bei wiederholten, versuchten Rückrufe meldete sich keiner und auf meine Email mit der Bitte um Rückruf warte ich bis heute. Wie ich im Nachhinein feststellte, wurde die Stelle noch vor der Absage mit geändertem Titel und höheren Anforderungen erneut ausgeschrieben. Prinzipiell finde ich das ja gar nicht schlimm, wenn ein Unternehmen nicht genau weiß, wie man eine Stelle oder einen Bereich konkret aufbauen soll und im Prozess merkt, dass man falsch ausgeschrieben hat, aber das hätte man auch kommunizieren können. Echt schwach für so einen großen Konzern mit eigentlich positiven Image.